Trennung am Saisonende
14.04.2011 / Lokales, Szene, Sport
Autor: Marcus Lemke
Am 30. Juni gehen die Mülheimer Vereine Mellinghofer
TV, SV Rot-Weiß und DJK Unitas Speldorf
sowie der Oberhausener TV getrennte Wege. Aus der Handball-Spiel-Gemeinschaft
Mülheim/Oberhausen wird wieder die HSG Mülheim.
Am 1. Mai 2005 schlossen sich der Mellinghofer TV und
Rot-Weiß Mülheim zur SG MTV/Rot-Weiß zusammen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die
heutige HSG also aus der Taufe gehoben. 2004 gesellte sich die DJK Unitas Speldorf dazu, so dass aus
der SG MTV/Rot-Weiß die HSG Mülheim wurde. Noch einmal ein Jahr später
fusionierten die drei Mülheimer Vereine stadtübergreifend mit dem Oberhausener
Turnverein zur HSG Mülheim/Oberhausen. Sechs Jahre lang hielt dieser
Zusammenschluss, bevor der OTV nun das Handtuch warf.
„Die Kooperation der Handballabteilungen von Vereinen aus zwei verschiedenen
Städten ist schwierig, obwohl die Städte im Ruhrgebiet immer weiter
zusammenrücken. Wir haben es versucht, aber letztendlich haben wir als
Oberhausener Verein festgestellt, dass uns in unserer Stadt Hallenstunden
gekappt wurden und wir auch kein Thema mehr in der Oberhausener Presse waren.
Wir wurden als Mülheimer angesehen. Dadurch läuft auch die Jugendarbeit nicht
so, wie wir uns das vorgestellt haben. Kaum einer nimmt uns noch wahr. Daher
hat der Vorstand des Gesamtvereins die Reißleine gezogen“, sagt Wolfgang
Piontek, Handball-Abteilungsleiter des OTV.
Piontek, der selbst seit 25 Jahren Mülheimer, aber in Oberhausen ehrenamtlich
im Sportverein tätig ist, betrachtet die Trennung mit einem lachenden und einem
weinenden Auge. Schließlich war er mit HSG-Vorstandsmitglied Kurt Hoffmann der
Initiator für die Spielgemeinschaft des Oberhausener Vereins mit den
Mülheimern.
Während die HSG Mülheim/Oberhausen künftig wieder HSG Mülheim heißen wird, hat
die Handballabteilung des OTV schon einen neuen Partner. Gemeinsam mit dem HC
Rot-Weiß Oberhausen werden sie ab dem 1. Juli die HSG RWOTV bilden. Die erste
Mannschaft wird in der Landesliga um Meisterschaftspunkte kämpfen. Ob Spieler
aus dem jetzigen Verbandsligakader der HSG zur Oberhausener Spielgemeinschaft
wechseln, steht noch nicht fest. Die Gespräche werden in den kommenden Wochen
geführt.